Luft


Wind weht die Strassen herunter. Ein eisiger Wind der sich kalt  und klamm anfühlt und doch warm genug ist um den Schnee zu schmelzen, der sich seit einigen Wochen vertuschend über den Dreck der Stadt gelegt hat. Jetzt kommt alles wieder raus. Der Wind ist unser Medium. So wie der Fisch im Wasser lebt, leben wir in der Kälte, die wir nur spüren, wenn sie in Bewegung gerät. Wenn es noch eine Schicht Gas über uns gäbe, sagen wir aus Helium oder Sauerstoff, dann hätten wir vielleicht auch eine Schwimmblase. Gibt es aber nicht. Über uns ist nur das Nichts. Die Entfernung von uns, bis dorthin, wo wieder etwas kommt, nach dem Nichts, meine Ich, ist so groß, das man sie sich nicht vorstellen kann. Noch weniger kann man sich vorstellen, sie könnte jemals überbrückt werden. Weder in der Zeit, noch im Raum kann man großartig herum reisen. Nur nach Mallorca kann man, oder nach Neuseeland. Na, toll. Da bleibe ich doch lieber gleich hier.